Dirlanda Dada – das Lied der Schwammtaucher

Ein Ohrwurm, vorgestellt von Simon Steiner

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Die unglaubliche Geschichte des Volkslieds Dirlanda aus Kalymnos, das die Hitparaden stürmte und ein Evergreen geworden ist.

Dirlanda ist ursprünglich ein traditionelles Volkslied von der griechischen Dodekanes-Insel Kalymnos (nördlich von Kos), das sich seit den 1970er Jahren als Schlager, Fußballlied, Elektro-Mix und Disko-Hit weltweit ausgebreitet hat. Bootskapitän Pantelis Gkinis (geschrieben auch Ginis) sang das fröhliche Lied in den 1960er Jahren mit seiner Mannschaft beim Fischen und Schwammtauchen. Ein Fischer, der einen Hit komponierte? Außergewöhnlich! Produziert und aufgenommen wurde das alte Volkslied 1966 in Athen von der griechischen Musikforscherin und Musikerin Domna Samiou (hier) mit Pantelis Gkinis, den sie auf Kalymnos kennenlernte, hier. Das war die Zeit, in der Samiou mit ihrem Tonbandgerät ganz Griechenland bereiste und Aufnahmen volkstümlicher Musik machte, um sie und ihre Interpreten zu würdigen. An die anderen Musiker um Gkinis konnte sich Samiou später nicht erinnern. Es darf angenommen werden, dass Dirlanda ein traditional ist. Das alte Volkslied kann in Deutschland musikalisch dem weltberühmten Schlager Ein Schiff wird kommen von Manos Hadjidakis oder dem Sirtaki von Alexis Sorbas von Mikis Theodorakis zwar nicht das Wasser reichen, steht aber weit oben in den Charts der beliebtesten griechischen Musikstücke.

Die Originalaufnahme von Gkinis/Samiou; Quelle: discogs

Die Ursprünge des Ohrwurms
Um den Namen Dirlanda ranken sich viele Legenden. Gkinis´ Boot hieß angeblich so. Auch wird behauptet, Dirlandas sei der Name desjenigen aus seiner Mannschaft gewesen, der das schwere Rad der Pumpe drehte, mit dem den Tauchern Atemluft zugeführt wird.
Es wird vermutet, dass Pantelis Gkinis dem Rhythmus nordafrikanischer Seeleute nacheiferte, denen er auf seinen Reisen auf See und Land begegnete. Es könnte auch vom Rhythmus des Ruderns auf dem Boot übernommen sein. Nicht wenige meinen, dass er das Lied von anderen singenden Kalymniern aufschnappte. Auf Kalymnos selbst hört man, dass das Lied schon immer im Alltag, bei Festen und Feierlichkeiten gesungen wurde.
Bemerkenswert ist die Annahme, dass die Taucher Dirlanda auf dem Boot selbst sangen. Viele Arbeitslieder, wie z.B. der Blues auf den Baumwollfeldern, zeichnen sich durch Wechselgesang aus. Käpt´n Pantelis sang die Hauptphrase Dirlanda vor und seine Crew wiederholte sie in abgewandelter Form im darauffolgenden Takt. Das fröhliche Lied könnte aber ebenso als Aufmunterung und Gesundheitscheck (als Konzentrationsübung nach dem Tauchgang) dienen, denn das Schwammtauchen ist gefährlich:
Ein mit Atemluft vollgepumpter Taucher ähnelt einer unter Druck stehenden Sprudelflasche. Taucht er zu schnell auf, kann der Druck nicht ausgeglichen werden. Sein Blut ist dann voller Gasblasen, die Schwindel und Lähmungen verursachen oder gar die Lunge zerreißen können. Gradmesser des gesundheitlichen Zustands des Tauchers war die erste Zigarette, die der Taucher nach dem Auftauchen anzündete. Roch es chlorähnlich stechend nach Stickstoffdioxid, war das Schicksal des Ärmsten besiegelt. Die lauernde Gefahr konnte die Kalymnier jedoch nicht davon abhalten, in riskante Tiefen abzutauchen. „Da treibt′s ihn, den köstlichen Preis zu erwerben / Und stürzt hinunter auf Leben und Sterben“, dichtete Friedrich Schiller 1797 in seiner Ballade Der Taucher, hier und hier

::: Der rituelle Tanz O Michanikos zeigt einen gelähmten Schwammtaucher, der spontan geheilt wird, hier

Eintauchen in die Geschichte
Kalymnos war schon immer die Hochburg der Schwammtaucher. 1868 lagen angeblich ca. 300 Holzboote vor der Insel. Sie fuhren bis zur libyschen Küste in Nordafrika. In den Jahren 1886 bis 1910 verzeichnet die Statistik der Dodekanes Tausende von Toten und Schwerbehinderten. Die Männer tauchten nackt und ließen sich mit einem Stein bis zu 30 Meter in die Tiefe ziehen. Seit 1865 schlüpften sie in ein Helmtauchgerät mit metallenem Taucherhelm, dem Skáfandro, hier.
Mit Luftversorgung und Metallschuhen konnten die verwegenen Kerle bis zu 80 Meter tief tauchen. Wenn die Männer nach dem Osterfest die Insel zur Schwammernte verließen, tanzten und winkten ihre Frauen mit weißen Tüchern. Wenn die Boote aber außer Sichtweite waren, banden sie sich schwarze Kopftücher um. Sie ahnten, dass viele der Männer nicht zurückkehren würden.

Schwammtaucher aus Kalymnos

Die Schwammtaucher-Hochburg Kalymnos
Die Insel ist 108 Seemeilen von Piräus entfernt, hat eine Fläche von 109 Quadratkilometern und heute ca. 14.200 Einwohner. Knapp über 10.000 von ihnen leben in Kalymnos-Stadt, dem Hauptort der Insel, genannt auch Pothia. Da nur 18 % der steilen vulkanischen Insel kultiviert werden konnten, ernährten sich viele Einheimische vom Bootsbau, Fischfang und Schwammtauchen. Schwämme sind tierische Organismen ohne Gewebe und Organe, die Bakterien filtern und sich davon ernähren. Sie werden als schwarze Klumpen auf dem Meeresboden geerntet. Anschließend werden sie gereinigt, gepresst, zugeschnitten und in den Schwammfabriken in Pothia auf Kalymnos getrocknet. Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung gehen den Schwämmen heute an die Substanz. Nur ein bescheidenes Einkommen winkt für die harte und gefährliche Arbeit in mehr als 40 Meter Tiefe. Nicht wenige Kalymnier setzen ihre Hoffnung auf den Tourismus, trotzdem gibt es aber noch über 30 Taucher, die die einsame Suche nach Schwämmen in der stillen Kälte der Tiefe fast süchtig macht und sie dabei ihre Alltagssorgen vergessen lässt. Sie geben Heimat und Familie oft für Monate auf, um nach Schwämmen zu tauchen.

::: Das Sea World Museum Valsamidis und das Kalymnos Nautical Museum stellen Exponate zum Schwammtauchen aus.

Pantelis Gkinis 1965

Sinngemäße Übersetzung
Käpt´n Gkinis zufolge wurde der Text Dirlanda 1960 von ihm selbst geschrieben. Der Wechselgesang „He, dirlanda dirladada, da da dirladada“ zieht sich endlos hin und kann die Sänger in Trance versetzen. Es erzählt von Müdigkeit, aber auch von weiblicher Schönheit. Sogar bei der Absicht, Konstantinopel zu erobern, könnte nicht die Stadt, sondern eine Frau gemeint sein; die Zeilen bergen mehrere Zweideutigkeiten:

 

Oh, dirlanda, dirladada, oh dirlanda – die eine, die ist dann schon mal hin,
Oh, dirlanda, dirladada, oh dirlanda – mal ist´s ´ne Türkin, mal ´ne Griechin.

Oh, dirlanda, dirladada – meine süße Zibbe, meine Rammelmama,
Häschen und Veilchen haben unser Brot gefressen – welch ein Jammer.

Der Esel, der von unserm Pfaffen, was hat der bloß für ne üble Fratze,
Zähne wie Gabelzacken, die Nudeln aber, lässt er sich nicht aufschwatzen,
den Käse, den er verschmäht, ist der nicht einfach bläd?

So ging ich los und suchte den Knoten, diesen einmaligen Chaoten,
fand aber nur Κitsakis Giorgalis, lieber Mann, der gehört verboten!
Und dann kam dieser Dirlandas, des Feigenbaums Wurzel entsprungen,
alle mit einem Mund das Lied gesungen, was haben wir da toll geklungen!

Die von Domna Samiou ursprünglich aufgenommene Version wird als Kalymnische Weise mit improvisierten, satyrischen Zweizeilern (tsimaristá) im 2/4-Takt ausgewiesen. Tsimaristá sind sich reimende Spottlieder, die keine Regeln oder Vorgaben befolgen. Weil sie also inhaltlich Non-sense- und Blödel-Lieder sind, kann die eingängige Melodie in jeder Sprache textlich angepasst werden mit Gaga- und Dada-Zeilen.

Domna Samiou

Samiou selbst stemmte sich jedoch gegen die kommerzielle Ausbeutung und Popularisierung der griechischen musikalischen Tradition und sagte: „Ich bin gegen jede Art von Einmischung in die Volksmusik. Diese Lieder haben Jahrhunderte überlebt. Das sind unsere Lieder, unsere Melodien und Verse. Jede Intervention in diesen Reichtum verwandelt sie lediglich in etwas, was sie nicht sind.“ Deshalb widmete sie sich den authentischsten Ausführungen. Sie gab unzählige Konzerte, bei denen sie Schöpfer und Interpreten des Volksliedes präsentierte und auch selbst sang. Ihre unverwechselbare Stimme macht sie zu einer der größten griechischen Interpretinnen.

Aus dem Meer in den Gerichtssaal
1969 veröffentlichte der namhafte Folk-Rock Musiker Dionysis Savvopoulos seine eigene Dirlanda-Version auf dem Album To perivoli tou trelou (etwa: Der Garten des Verrückten) und machte das Lied weltberühmt, hier

He, dirlanda, dirladada, he dirlanda und alle sind hin,
Konstantinopel werden wir uns holen, ohnehin, oh dirlanda, dirladada,
ein Schoner aus der guten Stadt lief aufgetakelt in den Hafen, schwapp.

Oh, dirlanda, dirladada, oh dirlanda, das nimmt kein Ende,
he dirlanda, wie mir das schmeichelt, das spricht Bände,
oh, dirlanda, dirladada, schau nur, wie das mich freut,
oh, dirlanda, ihr Recken, schaut, die Berber-Möwen, was sind die laut.

Oh, dirlanda, dirladada, oh dirlanda, die Nacht zieht auf,
eh dirlanda, das Schiffsdeck ächzt und seufzt zuhauf,
und unser Schmut der ruft, he, dirlanda, dirladada,
he, dirlanda, alle sind schon hin, Konstantinopel werden wir uns holen, ohnehin.
  
Ein Schoner aus der guten Stadt lief aufgetakelt in den Hafen, schwapp,
oh, dirlanda, dirladada, ach, diese Maria des Minas, wie fein,
mein Schiffstau werd ich schlingen um ihr schneeweißes Bein.

Oh, dirlanda, dirladada, oh dirlanda, den Knoten
werd ich knüpfen um den Hals der Edlen und Despoten,
der Knoten, auf Copale und auf des Schusters Katerina soll er fallen,
Sohn und Tochter werd ich ihr machen, auf dem Bug, da wird es krachen.

Oh, dirlanda, dirladada, euch, meine Recken,
Veilchen werde ich euch zustecken,
zwei davon soll jeder kriegen, nur Giorgis nicht, der wird gemieden.
Oh, dirlanda, dirladada, oh da dada dirladada
Oh, dirlanda, dirladada …

Cover der LP

Savvopoulos ist für die Fusion unterschiedlicher Musikstile bekannt. Er besuchte das Folklore-Archiv in Athen und fand Dirlanda, registriert als traditionelles Insellied. Aber Gkinis war mit allen Wassern gewaschen und reklamierte die Volksweise für sich. Mit halb Kalymnos im Schlepptau zog er nach Athen vor Gericht. Der Musiker Giannis Papaioannou erschien als Zeuge und meinte, das Lied gehören niemandem. „Wir sollten nicht die Märchen wiederkäuen, die jeder erzählt“. Die Urheberrechte blieben bei Gkinis. Nicht nur, weil er sich als „Seemann mit Angelschein“ ausweisen konnte, sondern auch, weil er die Insulaner hinter sich hatte.
Gkinis‘ Plattenfirma erhob in Deutschland eine Plagiatsklage gegen die Verfasser des verwässerten Popsongs Loop di Love aus 1971. Diese Version wurde ein internationaler Hit und mehrmals gecovert. Den Rechtsstreit gewannen die deutschen Musiker, weil Dirlanda Allgemeingut und ihr Song eine eigene Schöpfung sei.

Kommerz, Event und Bespaßung – die Musikindustrie reibt sich die Hände
Kindliche Laute wie Dirla da da brennen sich in die Herzen der Hörer ein. Der ursprünglich nigerianische Spruch Ob-La-Di Ob-La-Da (Es kommt, wie es kommt, bekannt durch das gleichnamige Lied der Beatles) oder Da Da Da der deutschen Formation Trio lassen grüßen. Von Griechenland verbreitete sich das Lied über den Balkan nach West-Europa und schließlich in die ganze Welt. Unzählige Musiker und Produzenten stürzten sich auf den Ohrwurm, Plagiate überschwemmten den Markt. Alle Versionen basieren auf der Aufnahme von Gkinis und Samiou, aber nur wenige von ihnen sind überzeugend.

Dirlanda-Partitur von Hatzitheodorou; Quelle: pepe/www.rembetiko.gr

1970 wurde das Lied von der französischen Sängerin Dalida aufgenommen und es erschien in italienischer, deutscher und englischer Sprache. Im selben Jahr wurde es auch von Trifonas Nikolaidis in Israel eingespielt. Unzählige Aufnahmen folgten. Die in Kroatien geborene Dunja Rajter sang 1971 den Schwammtaucher-Song in deutscher Sprache mit „Gastarbeiter“-Akzent. Ihre Plattenfirma nannte die Schallplatte in Anspielung auf die wahrscheinlich nordafrikanische Herkunft des Liedes „Salem aleikum“.

Griechische Remakes
Nikos Xylouris veröffentlichte Dirlanda 1974. Er war ein griechischer Sänger, Komponist und Repräsentant der demokratischen Bewegung gegen die Militärjunta. Seine Version wird in Griechenland geschätzt, hier
Die griechische Sängerin Marinella singt Dirlanda hier
Thanasis Gaifillias präsentiert das Lied hier
Antonis Nasiopoulos spielt das beliebte Lied seit 2019 auf der Laterna und dürfte damit nicht der einzige Leierkastenspieler sein, der das tut, hier

::: Artikel zum Lied in der Tageszeitung Rodiaki, hier (auf EL)
::: 17 Versionen von Dirlanda zusammengefasst auf YouTube, hier


::: Eine andere Perspektive auf Kalymnos in diablog. eu hier
::: Manuel Gogos: Dokumentation „Die letzten Schwammtaucher. Die Insel Kalymnos im Wandel“, Inhaltsangabe hier
Drei der vier Teile dieser Dokumentation auf YouTube: 2/4, hier; 3/4, hier; 4/4, hier
Ein  Gespräch mit dem Journalisten und Filmemacher Manuel Gogos hier
::: Die Kalymnioten in den USA:

Schwammtaucher-Denkmal in Tarpon Springs, Florida

In den frühen 1900er Jahren bauten griechische Einwanderer aus Kalymnos und Symi die für Tarpon Springs (Florida, USA) charakteristische Schwammindustrie auf und verwandelten ein abgelegenes Dorf in die „Schwammhauptstadt der Welt“. Man sagt, dass die Griechen viermal mehr Schwamm ernten konnten als andere Schwammtaucher. Der hellenische Einfluss ist auch heute noch stark. Die Straße, die entlang der Schwammdocks am Fluss verläuft, heißt Dodekanes-Boulevard. Der Boulevard ist derzeit mit Hunderten von Geschäften, Bäckereien, Restaurants und anderen Unternehmen mit meist griechischen Themen gefüllt. Tarpon Springs (Volkszählung 2020: 25.117 Einwohner) hat den höchsten Prozentsatz an griechisch-amerikanischen Bürgern aller Städte in den USA.

 


Text: Simon Steiner. Übersetzung der Liedtexte und Redaktion: A. Tsingas. Fotos und Abbildungen: wo nicht angegeben, Archiv Simon Steiner. Der Verfasser dankt dem Forum www.rembetiko.gr, insbesondere pepe und Nikos Politis. Simon Steiner auf diablog.eu hier

Nikos Politis schreibt zu den „Veilchen“:
Wir haben damals, als junge Leute während der Militärdiktatur, Dirlada gesungen in den Boîte genannten Liedermacherläden [boîte: französisch für Box, Schachtel, Kiste]. Wenn der Text bei den Veilchen ankam, klatschten wir beim Vers „zwei davon soll jeder kriegen, nur Giorgis nicht, der wird gemieden“. Warum? Weil wir mit Giorgis den Anführer des Militärputsches Georgios Papadopoulos identifizierten.

Immer noch nicht genug von Dirlanda?
Hier noch mehr Interpreten – jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Dirlanda erschien 1971 erschien von Polis und dem Trio Athénée in griechischer Sprache. Hellen Grecki Zespół Artystyczny brachte es im selben Jahr auf Polnisch als Dyrlada auf den Markt. 1972 erschien Dirlanda von Takis & Afrodite Vouis & The Rhodians. 1973 nahm der chilenische Sänger José Alfredo Fuentes eine Adaption des Liedes auf Spanisch auf, die als Dirladada veröffentlicht wurde. Von Martha a Tena Elefteriadu kam es 1973 auf den tschechoslowakischen Markt, in Rumänien und Albanien von Margareta Pâslaru. Das Lied wurde auch von der belgisch-flämischen Sängerin Marva gecovert, eine weitere Version erschien 1993 von G.O. Culture, die in Frankreich ein großer Erfolg wurde. Mehrere Remixe wurden von der französischen Band Pleasure Game produziert. Das Lied ist auch in Finnland beliebt und wurde 1972 mit finnischen Texten von Kai Hyttinen aufgenommen. Die finnische Musikgruppe Jean S. hat das Lied ebenfalls neu gecovert. 1995 nahm die nordmazedonische Rockband Memorija Dirlanda auf. 2018 machte sich die rumänische Band Dl Goe an das alte Arbeitslied. Bah-bah-rra, Barbara erschien in deutscher Sprache 1970 von Xanderix mit Frank Zander und ist auch eine Anlehnung an das Original. Eine serbische Rock ´n´ Roll Version mit dem Titel Da Da Dirlada Da stammt von Delča i Sklekovi. Der englische Musiker und Unternehmer Jonathan Kingunter veröffentlichte das Stück im August 1972 unter dem Pseudonym Shag auf seinem britischen Plattenlabel. Die Version von Shag erreichte Platz 4 der britischen Single-Charts, sie wurde sogar in den USA und Australien veröffentlicht. Die Bourbon Family brachte Dirlanda 1973 als Happy Bourbon Party heraus. Tony Marshall nahm 1993 Wir singen Loop Di Love mit einem Kinderchor auf. Der österreichische Künstler DJ Ötzi veröffentlichte 2001 eine deutschsprachige Version in seinem Album Love, Peace & Vollgas. 2003 erschien von DJ Ostkurve Dirlanda als Fußballsong. Auch für die beliebte Fußballmannschaft PAOK Saloniki gibt es ein Fußballlied auf der Basis von Dirlanda. 2020 kam Jason Parker mit seiner zerzausten Version Darla Dirladada auf den Markt. Weitere „Derangements“ werden sicher folgen, denn die Event- und Erlebnisgesellschaft hungert nach Spaß.

Die vorherrschenden Schreibweisen sind Dirlanda und Dirlada

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