Greek Writers@Berlin – Teil II

Vassileia Stylianidou und Aristoteles Chaitidis im Literaturhaus Lettrétage

Achtung Programmänderung: 14. Oktober 2019, Literaturhaus Lettrétage Berlin: Nach dem erfolgreichen Auftakt am 19. September 2019 folgt nun Teil II der Lesereihe „Greek Writers@Berlin“. Diesmal sind wir ganz am aktuellen Puls der Zeit: performatives Schreiben, Schnittmengen zwischen bildender und darstellender Kunst, Queerness, Gender-Sprache und Sexualität(en) als Denkkategorie. Die Aktivistin und Performerin Vassiliea Stylianidou und der Theaterautor und Schauspieler Aristoteles Chaitidis treffen sich zu Präsentation ihrer Arbeit und Gespräch mit Andrea Mavroidis, Mehringdamm 61, 10965 Berlin, um 20 Uhr. diablog.eu erwartet Sie zum Ideenaustausch, wir freuen uns auf Sie!

Ein kurzer Rückblick auf die Auftaktveranstaltung am 19. September 2019:

  • ein Mann und eine Frau mit Flyern
    Greek Writers@Berlin I, Michaela Prinzinger und Thanassis Tsingas, ©Panagiotis Paschalidis

Am 14. Oktober 2019 geht’s weiter: Lernen Sie die griechisch-deutsche Literaturszene in Berlin kennen! Zwei Grenzgänger*innen zwischen verschiedenen künstlerischen Genres treffen sich zum Ortstermin in Kreuzberg. Vassileia Stylianidou arbeitet als Video- und Installationskünstlerin und verwendet in ihren Werken damit verwandte künstlerische Medien wie Text, Sound/Musik und Performance. Die Begriffe Körperpolitik, Architektur der Städte, Arbeit, Verteilung von Reichtum spielen für Stylianidou eine große Rolle, ebenso wie die stete Neuverhandlung von öffentlicher und privater Geschichte, öffentlichen und privaten Räumen.

Themen, die Chaitidis beschäftigen, sind die Überschreitung von künstlerischen Genregrenzen, der Dialog mit dem griechischen Mythos, insbes. in Form von Frauenfiguren, und die Mittel des Theaters zur Umsetzung innerer Zustände. In den letzten Jahren hat er seinen Aktionsradius ständig erweitert, von der Mitwirkung bei Opernproduktionen und Filmen über den Schritt zum eigenen Schreiben und Inszenieren von Theaterstücken bis hin zur Hinterfragung und Überschreitung von Geschlechterrollen.

Andrea Mavroidis steigt mit den beiden in eine Diskussion zum Thema Sprache und Performance, Sprache und politische Praxis ein.

Vassileia Stylianidou, geb. 1967 in Thessaloniki, lebt in Athen und Berlin. Sie arbeitet in ihren Performances und Videos mit Sprache und Text. 2018 arbeitete sie an einem Projekt mit dem Athener Museum of Queer Arts und dem Berliner Schwulen Museum, 2019 nahm sie an der 4. Biennale für Performance-Philosophie in Amsterdam teil. Sie wurde durch zahlreiche Stipendien gefördert und befasst sich in ihren Projekten mit Fragen wie Gender, Queerness und den komplexen Verbindungen von Körper, Gender, Sprache, Sexualität und Politik. Ausstellungen der bildenden Künstlerin wurden in Vlaams Cultuurhuis de Brakke Grond, Amsterdam; nGbK, Berlin; SMU Berlin; Indus Valley School of Art and Architecture in Karachi, Pakistan; Haus der Kulturen der Welt, Berlin; Haus am Kleistpark, Berlin; VCA Margaret Lawrence Gallery, Melbourne; KUNSTHALLE ATHENA, Athen; Onassis Cultural Center, Athen; National Museum for Contemporary Art, Athen gezeigt. Mehr auf der Website der Künstlerin: www.stylianidou.com.

Figur vor Textwand

©Vassileia Stylianidou, Performance

Aristoteles Chaitidis, Jahrgang 1981, wurde in München geboren, wo er seine frühe Kindheit verbrachte. Anschließend wuchs er zwischen Griechenland und Deutschland auf, absolvierte 2001 in Thessaloniki das deutsche Abitur und studierte anschließend Neuere Deutsche Literaturwissenschaften, Neogräzistik und Philosophie an der LMU München.  Mit Hauptsitz in Berlin, wo er sich mit künstlerischen Projekten im Bereich Textarbeit, Dramaturgie, Übersetzung, Lesung und Schauspiel beschäftigte, pendelt er in den letzten Jahren zwischen Deutschland, Österreich und Griechenland. Stücke von ihm wurden u.a. in Wien, Hamburg, Podgorica, Athen aufgeführt, in den meisten Fällen in eigener Regie. Sein Monolog-Stück „Das Marie-Fragment” läuft seit mehr als drei Jahren in verschiedenen Produktionen sowohl auf Deutsch als auch auf Griechisch in Wien und auf Gastspielen in Deutschland, Griechenland und Österreich. Seit Jahren tourt er außerdem mit seinem Programm der Metamorphosen von Ovid, dessen Queere Edition er in Wien und Thessaloniki bereits auf LGBTQ-Festivals zeigte. Von 4. bis 8. November 2019 ist ebenfalls in Thessaloniki sein Stück Anadyomene zu sehen. Seit neuestem stellt er auch sein Talent als Countertenor unter Beweis. Mehr auf der Website des Autors: www.aristoteles-chaitidis.jimdo.com.

Mann der aus einem Buch vorliest

Aristoteles Chaitidis, ©John Sobek

Andrea Mavroidis ist Redakteurin der griechischen Sendung COSMO-Ellliniko Randevou. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Die Veranstaltungen werden durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.

Text: diablog.eu. Fotos: Vassileia Stylianidou, Panagiotis Paschalidis, John Sobek. Mehr zum Literaturhaus Lettrétage finden sie hier: www.lettretage.de.

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