„Geschichten vom Herrn Keuner“ in Athen

Aufführung der MAERZBUEHNE, des ersten deutschsprachigen Theaters in Griechenland

15. und 19.12.: Anlässlich des 60. Todestages von Bertold Brecht, des großen deutschen Autors und sozialen Mahners, zeigt MAERZBUEHNE in Zusammenarbeit mit NOTOS PLUS „Geschichten vom Herrn Keuner“ in einer szenischen Lesung unter der Regie von Martin Scharnhorst in der Scholi Moraiti, Athen. Das Stück ist auch für Jugendliche und für Deutschlernende ab dem B1+ NIveau geeignet! Nächste Aufführung am 19. Dezember in der Deutschen Schule Thessaloniki. Dazu empfiehlt diablog.eu die Graphic Novel „Herr Keuner“ von Ulf K.

Wann? 
Donnerstag, 15. Dezember 2016, um 20 Uhr
Wo? 
Moraitis Schule, Papanastasiou & Aghiou Dimitriou, 15452 Psychiko, Athen
Eintritt:
10 Euro. Karten können Sie entweder per email an m-buehne@otenet.gr vorbestellen oder direkt in der Buchhandlung NOTOS (Omirou 15, Kolonaki) kaufen.

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Irini Ampoumogli, Marilena Cavazi, Theodosis Papadimitropoulos, ©Vicky Vraka

MAERZBUEHNE und NOTOS PLUS

präsentieren

„Geschichten vom Herrn Keuner“ von Bertolt Brecht

 

Anlässlich des 60. Todestages von Bertolt Brecht († 14.8.1956) führt MAERZBUEHNE unter der Regie von Martin Scharnhorst Auszüge aus der Sammlung philosophischer Parabeln Geschichten vom Herrn Keuner erstmals in Form einer szenischen Lesung auf. Bertolt Brecht setzte sich im Laufe von etwa dreißig Jahren mit den Themen Frauen, menschliche Tugenden und Natur in diesen knappen Texten in oft humorvoller und überraschender Weise auseinander. Scharfsinnig und genau, zum Nachdenken anregend und erheiternd, möchten wir Ihnen dieses kleine literarische Juwel lebendig nahebringen.

Es lesen: Marilena Cavazi, Theodosis Papadimitropoulos

Erzählerin/Klanginterventionen: Irini Ampoumogli

Regie/Bearbeitung: Martin Scharnhorst

Fotografie: Vicky Vraka

Graphik: Dimitris Panagiotakis

Produktionsleitung: Marion Hoffmann

Dazu der passende Buchtipp:

Keuner»›Woran arbeiten Sie?‹ wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: ›Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Irrtum vor.‹« Diese Situation ist typisch für die Geschichten vom Herrn Keuner: eine einfache, alltägliche Ausgangsfrage und die überraschende, unerwartete Antwort. Die dialogisch-dialektische Struktur dieser parabelhaften Prosaminiaturen und ihr subtiler Humor eignen sich eigentlich hervorragend für die Umsetzung als Comic. Dennoch kann es nicht verwundern, dass sich bislang noch niemand an sie herangetraut hat, denn: Wie lassen sich Denkbilder in gezeichnete Bilder umsetzen? Und wie lässt sich Bertolt Brechts Kunst- und Spielfigur Keuner, die durchaus autobiografische Züge trägt und dennoch als ein Mann ohne Eigenschaften gilt, überhaupt darstellen?

Ulf K., einer der international renommiertesten deutschen ComicKünstler, hat es nun gewagt und überrascht mit einem Herrn K., der absolut zeitlos-modern ist und dennoch unser Zeitgenosse sein könnte. Diese schwungvoll-frische Adaption erweckt den Eindruck, Brecht habe die Geschichten soeben erst für unsere unmittelbare Gegenwart geschrieben und uns gemeinsam mit Ulf K. ein ebenso intellektuelles wie ästhetisches Vergnügen beschert.

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