Floridis, Floros

Lebenslauf

Floros Floridis wurde in Thessaloniki, Griechenland, geboren. Momentan pendelt er zwischen Thessaloniki und Berlin, hat seinen Hauptwohnsitz aber in Berlin. Er zählt zu den bedeutendsten Jazz-Größen in Griechenland. 1979 nahm er zusammen mit Sakis Papadimitriou das erste Modern-Jazz-Album auf, das in Griechenland produziert wurde („Improvising at Barakos“). Unter anderem arbeitete und produzierte er zusammen mit Okay Temiz, Nicky Skopelitis, Peter Kowald, Paul Lytton, Paul Lovens, Phil Wachsman, Hans Schneider, Louis Moholo, Vincent Chancey, Jean-Marc Montera, Milos Petrovic, Ivo Papazov, Savinna Yannatou, Dimitris Polizoidis . Das führte über die Jahre zur Veröffentlichung von mehr als 30 CD-Alben.

Floridis studierte Physik und erhielt sein Diplom an der Aristoteleion Universität von Thessaloniki. Danach studierte er bei dem rumänischen Professor Konstantin Ugureanou klassische Klarinette. Vom Beginn seiner Karriere als professioneller Musiker in den 70er Jahren bis heute liegt sein Hauptinteresse in der improvisierten Musik. Als einer der ersten Impro-Jazz-Musiker in Griechenland rief er 1984 das Festival of Jazz and Improvised Music ot the Municipality of Thessaloniki ins Leben, wo er für sieben Jahre der künstlerische Leiter und Hauptkoordinator war. Eine Auwahl der von ihm gegründeten internationalen Jazz-Gruppen sind das Black Sea Orchestra, das Inter-Balcanic Orchestra und die Florina Brass Band. Außerdem war er über 20 Jahre Mitglied der bekannten griechischen Musikgruppe Chimerinoi Kolimvites („Winter Swimmer“) und spielte im Euro-American Orchestra, geleitet von Cecil Taylor, in Berlin.

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Floros Floridis, ©Malena Filmproduktion

 

Daten

Musiker
geb. in Thessaloniki
lebt in Berlin und Thessaloniki

Website: www.florosfloridis.com

Ausgewählte Diskographie

1985: „L.S.F.W. Ellispontos„ mit Paul Lytton, Phil Wachsmann, Hans Schneider
1990: „Human Aspect„ mit Vincent Chancey, Peter Kowald, Louis Moholo
1991: „Pyrichia„ mit Peter Kowald, Ilias Papadopoulos
1996: „Florina Brass Band„ mit Valkanis Brothers
1997: „Aphorisms„ mit Peter Kowald, Günter Baby Sommer
2009: „GRIX – Sweet, Sour, Sharp & Soft“ (L: Jazzwerkstatt, Berlin) mit Antonis Anissegos und Yorgos Dimitriadis,
2010: „Well anything can happen“ (L: Puzzlemusic, Athen) mit Nicky Skopelitis und Babis Papadopoulos,
2011: „The new Trio“ (L: Jazzwerkstatt) mit G. „Baby“ Sommer und Akira Ando,
2011: „Three of a Sort“ (L: Jazzwerkstatt, Berlin) mit Okay Temiz und Nicky Skopelitis
2013: „The German Friend – Original Soundtrack“ (L: Normal Records, Bonn).

Floridis konzentriert sich neben dem Musizieren seit Ende der 90er auf das Komponieren von Musik für Film, Theater und Tanz-Perfomance. Seit 1997 arbeitet er mit Theaterregisseurin Roula Pateraki zusammen, wobei er u. a. verantwortlich war für die Musik zu „Splendid’s“ von Jean Genet und „Chomata“ von George Veltsos. Für die Filme „Annas Sommer„ (2001, R: Jeanine Meerapfel), „Fictional lies on right occasions„ (2002, R: Jeanine Meerapfel), „Marie Langer – Roman der Erinnerungen„ (2003, R: Lester Y. Cano Alvarez), „Faruk’s Cafe„ (2004, R: Anna Schwingenschuh, Hakan Kurucu, Vera Bongartz, Jan Bonny, Zrinka Budjimila and others), „Mosconi oder wem gehört die Welt„ (2005, R: Jeanine Meerapfel), „Wer sich nicht wehrt, kann nicht gewinnen„ (2006, R: Jeanine Meerapfel) und „Der Deutsche Freund„ (2013, R: Jeanine Meerapfel) schrieb und produzierte er die Filmmusik.

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